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See im Winter

NORWEGEN REISE IM WINTER –
In einer Woche von Trondheim nach Tromsø

Nach unserem absoluten Winter Wonderland Traumurlaub in Lappland war für uns sofort klar: Ein Winter ohne Schnee, eisige Kälte und Rentiere ist ab jetzt kein richtiger Winter mehr! Also hieß es dieses Jahr wieder: Koffer packen, Schichten über Schichten anziehen und ab in den Norden.

Diesmal ging’s für uns nach Norwegen. Unser Plan? In 7 Tagen von Trondheim bis hoch nach Tromsø. Und zwar mit dem vollen Programm: Epische Schifffahrt durch die Fjorde, arktische Küsten- & Schneewanderungen, Kuscheleinheiten mit Huskys & Rentieren, Whale Watching und natürlich die Jagd nach den magischen Nordlichtern.

Wie schon unsere Winter Lappland Reise, war auch unsere Winter Norwegen Reise intensiv, abwechslungsreich – natürlich auch eiskalt – aber vor allem einfach perfekt für uns!

In diesem Artikel teilen wir unsere komplette Reiseroute, wichtige Good to Knows, unsere Kosten und alle Highlights, die diese Reise so unvergesslich gemacht haben. 7 Tage – maximale Erlebnisse! Bereit? Los geht’s …

Frost

ARTIKEL ÜBERSICHT

See im Winter

Unsere kompakte 7-Tage Norwegen Reise zum Nachmachen

Unser Winter Wonderland Abenteuer startete am Flughafen München. Mit Norwegian Air flogen wir mit kurzem Stopp in Oslo nach Trondheim. Reine Flugzeit: Rund 3 Stunden. Kleiner Sidefact für die Planung: Zeitverschiebung gibt es keine, aber je weiter nördlich, desto schneller sagt die Sonne „Gute Nacht“!

In Trondheim angekommen haben wir die erste Nacht noch an Land verbracht, bevor wir am nächsten Vormittag  in unsere Meerblick-Kabine auf der Havila Castor eincheckten. Mittags ging unser Fjorde Schifffahrt-Abenteuer los. Insgesamt verbrachten wir 52 Stunden am Schiff inklusive Zwischenstopps.

Von den Wellen direkt in die Arktis: Angekommen in Tromsø ging unser Norwegen Abenteuer in die zweite Runde voller Programm: Stadterkundung und natürlich Fast Food im nördlichsten McDonalds der Welt - muss man einfach gemacht haben (-: -, Husky-Farm Besuch mit spaßiger Rutschpartie und Marshmallows am Lagerfeuer, Rentier-Farm Besuch mit Wissenswertem über die Samen-Kultur, Nordlicht Hunting, Whale Watching Tour, eine Übernachtung im Aurora Hut und natürlich einfach die funkelnde schneebedeckte Landschaft genießen.

Nach diesem unvergesslichen Abenteuer ging es für uns direkt von Tromsø mit einem Zwischenstopp in Kopenhagen wieder zurück nach München und von dort aus mit dem Auto wieder heim nach Oberösterreich.

7 Tage – Viele Highlights: So kompakt, so erlebnisreich, so perfekt! Aber alles von Anfang an …

TAG 1: Ankunft in Trondheim & Stadterkundung

Angekommen in Trondheim spürten wir schon die erste arktische Kälte. Da wir kleidertechnisch noch nicht ganz so gerüstet waren, ging es für uns mal direkt ins Hotel zum Check-In und umziehen. Da wir erst abends eintrudelten, blieb uns nicht viel Zeit zum Sightseeing aber ein Schneespaziergang durch die beleuchteten Straßen war schon drin und nach einer ersten Stärkung und Preis-Schock (ja, Norwegen ist nichts für Sparfüchse) (-: ging’s ab ins Bett.

Unser Hotel in Trondheim (booking.com Werbelink) buchten wir übrigens nur 5 Minuten Fußweg vom Hafen entfernt, denn dort wartete am nächsten Tag schon unser Schiff auf uns.

Trondheim ist eigentlich fast zu schade für nur einen Abend. Falls ihr etwas mehr Zeit habt, plant folgendes ein:

  • Nidarosdom: Eine gewaltige Kathedrale und das nationale Heiligtum Norwegens.

  • Bakklandet: Die Altstadt mit ihren berühmten bunten Holzhäusern direkt am Fluss Nidelva. DAS Fotomotiv schlechthin!

  • Gamle Bybro: Die alte Stadtbrücke auch „Portal des Glücks“ genannt.

  • Kristiansen Festung: Von hier oben habt ihr den ultimativen Panoramablick über die Stadt und den Fjord.

Für uns war Trondheim der perfekte Ausgangspunkt, denn am nächsten Vormittag hieß es bereits: Leinen los für unser Fjorde-Schifffahrts-Abenteuer!

TAG 2 - 4: Leinen los! -
Fjorde-Schifffahrt von Trondheim nach Tromsø

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel hieß es für uns: Koffer schnappen und ab zum Hafen. Dort wartete sie schon auf uns, die Havila Castor. Vielleicht habt ihr bei dieser Route sofort die berühmten Hurtigruten im Kopf – die kennt schließlich jeder. Wir haben uns aber ganz bewusst für Havila Voyages entschieden. Die Schiffe sind erst seit 2021 im Einsatz und punkten mit einem modernen, nachhaltigen Konzept. Dank riesiger Batterien gleiten sie oft fast lautlos durch die Fjorde.

Normalerweise ist das Schiff 12 Tage am Stück zwischen Bergen und Kirkenes unterwegs, aber man kann an den Stationen ganz flexibel ein- und aussteigen. Für uns waren die 52 Stunden von Trondheim nach Tromsø zeitlich absolut perfekt. Wir hatten uns eine „Superior Seaview“-Kabine gegönnt und hatten dort durch das Panoramafenster die arktische Landschaft quasi vom Bett aus im Blick. Wer braucht schon TV, wenn draußen die echte Welt vorbeizieht?

Überhaupt lädt das Schiff mit seinen riesigen Glasfronten förmlich zum Faulenzen ein. Wer mal aus der Kabine raus wollte, konnte es sich in den beheizten Lounges gemütlich machen, im Shop stöbern oder sich in Whirlpool und Sauna aufwärmen. Wir haben es aber auch sehr genossen, trotz der eisigen Kälte und des kräftigen Windes draußen an Deck zu stehen, um die Landschaft hautnah zu bestaunen.

 

Besonders die Fahrt entlang der Lofoten war ein echtes Highlight – diese markanten, spitzen Gipfel, die direkt aus dem Meer ragen, sind vom Schiff aus ein Wahnsinns-Anblick! Noch ein besonderer Augenblick war die Überquerung des Polarkreises. Das wird auf dem ganzen Schiff durchgesagt und man spürt richtig, wie die Vorfreude auf die echte Arktis steigt. Es ist dieser eine Moment, in dem man realisiert: Jetzt wird es ernst, wir sind im hohen Norden angekommen!

Ein riesiger Pluspunkt an Bord war die inkludierte Vollpension. Das Besondere am Essenskonzept: Statt riesiger Buffets bestellt man mehrere kleine Portionen (Stichwort: Nachhaltigkeit). Das war für uns ideal, um uns einmal quer durch die norwegische Küche zu probieren und alles mal zu testen – von Fischspezialitäten bis hin zu lokalen Schmankerln.

Frau fotografiert Schiff Havila Castor.jpg
Schneebedeckte Fjorde in Norwegen.jpg
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Um uns zwischen den Entspannungsphasen die Beine zu vertreten, haben wir zwei der Landgänge genutzt:

Arktische Küstenwanderung in Bodø:

Direkt vom Schiff aus buchten wir eine Tour „Arctic Coastal Walk“. Hier wanderten wir zu einsamen Strandabschnitten wo wir sogar uralte Wikingergräber entdeckten. Unser Guide hat uns währenddessen mit richtig spannenden Geschichten versorgt. Da der Boden stellenweise spiegelglatt war, bekamen wir praktischerweise Spikes zur Verfügung gestellt. Die Tour war mit 95,00 € pro Person zwar kein Schnäppchen, aber die Kombi aus Natur und Geschichte war es uns wert.

Schneespaziergang in Svolvær:

In der „Hauptstadt“ der Lofoten hatten wir einen kurzen Stopp für einen Schneespaziergang. Die Räumfahrzeuge hatten den Schnee dort meterhoch aufgetürmt, was natürlich direkt für die eine oder andere Rutschpartie genutzt wurde. Da wird man einfach automatisch wieder zum Kind! Und der Blick auf die Lofoten ist hier auch spektakulär! Also unbedingt aussteigen (-;

Insgesamt hat uns die Zeit auf dem Schiff richtig gut gefallen. Die Mischung aus Entschleunigung bei der Landschaftsbeobachtung und den kleinen Landgängen hat genau gepasst. Besonders praktisch fanden wir den Aurora-Alarm am Zimmer-Telefon: Sobald die Crew Nordlichter sichtet, wird eine Durchsage direkt in die Kabine übertragen. So kann man beruhigt schlafen, ohne Angst zu haben, das Naturschauspiel zu verpassen. Wir hatten am Schiff zwar leider kein Glück, aber die Funktion ist trotzdem ein absolutes Muss.

Für uns war die Dauer von 52 Stunden übrigens genau richtig. So sehr wir die Entspannung und das tolle Essen genossen haben – viel länger hätte es für uns nicht sein dürfen, da es uns sonst fast ein wenig zu eintönig geworden wäre. Wir brauchen eben doch immer wieder ein bisschen Action! Und die wartete bereits in Tromsø auf uns...

TAG 4: Ankunft in Tromsø, Stadterkundung & Husky Action

Punkt 14:00 Uhr legte die Havila Castor in Tromsø an – und wir wurden direkt von der Polarnacht begrüßt. Es war stockdunkel! Das ist im ersten Moment echt gewöhnungsbedürftig, verleiht der größten Stadt im Norden Norwegens aber sofort eine magische Atmosphäre. Tromsø liegt nämlich mitten im sogenannten Nordlichtoval. Das ist ein ringförmiger Bereich um die magnetischen Pole, in dem die Chance auf Polarlichter weltweit am höchsten ist. Und die Dunkelheit bietet quasi die perfekte Bühne dafür.

In Tromsø haben wir uns für ein Appartement direkt im Stadtzentrum (booking.com Werbelink) entschieden. Warum? Erstens: Fast alle Touren starten und enden hier. Zweitens: Da viele Aktivitäten (vor allem die Nordlicht-Jagd) bis tief in die Nacht dauern, ist man froh, wenn man um 1:00 Uhr morgens nur noch fünf Minuten ins warme Bett stolpern muss, statt eine halbe Weltreise zum Hotel vor sich zu haben. Der Blick aus unserem Fenster auf die beleuchteten Berge (dank eines geschenkten Upgrades) war dann noch das Sahnehäubchen obendrauf!

Unser erster Stopp war für uns absolute Pflicht: der nördlichste McDonald’s der Welt. Ja, es ist Fast Food, aber man bekommt dort sogar ein kleines Erinnerungskärtchen. Der Besuch hier zählt tatsächlich zu Tromsø‘s Must Do. Die Stadt hat aber noch viel mehr zu bieten wie etwa die Eismeerkathedrale oder auch die Seilbahn (für alle die mehr Zeit haben)

Am späten Abend wartete dann das erste große Highlight auf uns. Während wir in Lappland letztes Jahr die totale Action beim Schlittenfahren hatten, wollten wir es diesmal persönlicher angehen. Mit dem Bus ging es etwa 40 Minuten raus aus der Stadt in ein Husky-Camp (GetYourGuide Werbelink).

Dort angekommen, hieß es: Bühne frei für rund 200 Fellraketen! Da die Hunde den ganzen Tag fleißig Schlitten gezogen hatten, waren einige erst mal noch im Chill-Modus. Aber nach und nach kamen immer mehr aus ihren Hütten gekrochen, um sich ihre Portion Streicheleinheiten abzuholen. Wir haben die Zeit total genossen, mit den süßen Vierbeinern zu spielen und einfach mal nur zu knuddeln.

 

Nach der ausgiebigen Kuschelzeit gab es im warmen Lavvu (einem traditionellen Zelt) ein typisch norwegisches Abendessen, heißen Tee und Kuchen. Draußen am Lagerfeuer haben wir noch Marshmallows geröstet und durch die perfekte Hanglage des Camps gab’s auch noch ein paar spaßige Rutschpartien. Für uns rund um ein perfektes Erlebnis!

Obwohl das Camp perfekt abseits der Lichtverschmutzung liegt, wollten sich die Nordlichter an diesem Abend noch nicht blicken lassen. Aber die geballte Ladung Hundeliebe und die gemütliche Stimmung im Lavuu und am Feuer haben diesen Abend auch ohne grüne Lichter am Himmel einfach zum perfekten Erlebnis gemacht! Absolut empfehlenswert!

Übrigens kann man dort – wenn vorab gebucht - auch übernachten. Jedoch schlafen hier alle zusammen in einem Zelt in Schlafsäcken am Boden. War nichts für uns aber als kleine Zusatzinfo.

TAG 5: Rentier-Fütterung mit Kuschelkurs & Nordlicht-Hunting

Nach der Hundeliebe vom Vorabend starteten wir den nächsten Tag direkt mit den nächsten arktischen Bewohnern. Unser Ziel: Eine Rentier-Farm (GetYourGuide Werbelink), mitten in der spektakulären, schneebedeckten Bergkulisse rund um Tromsø.

Schon bei der Ankunft wurden wir herzlich von einem Sámi empfangen – einem Ureinwohnern Skandinaviens. Bewaffnet mit einem Eimer voll Rentier-Snacks machten wir uns auf den Weg zu den rund 250 Rentieren, die dort schon sehnsüchtig (oder wohl eher hungrig) auf uns warteten. Ein tolles Erlebnis, wenn man diese majestätischen Tiere füttern und streicheln kann und das noch dazu vor dieser Traum-Kulisse aus Bergen und Tiefschnee. Da werden auch die Erinnerungsfotos schon fast zu kitschig schön (-: Für uns ein absolutes Must-Do!

Nach der Fütterung gab’s eine warme Mahlzeit und dann wurde es richtig gemütlich: Im Zelt am prasselnden Lagerfeuer lauschten wir unserem Guide, der uns tiefe Einblicke in die Kultur und Lebensweise der Samen gab. Aber nicht nur das, sondern uns auch den traditionelle Gesang „Joik“ (Quasi wie das „Jodeln“ in Österreich) näher brachte. Unser Guide hat uns nicht nur eine Kostprobe gegeben, sondern wir durften uns sogar selbst darin probieren. Für uns ein rundum toller Tag und ganz klare Empfehlung!

Nach einer kurzen Ruhepause stieg die Anspannung, denn am Abend startete unsere Nordlicht-Hunting Tour (GetYourGuide Werbelink) Mit dem Bus und einem deutschsprachigen Guide ging es raus in die Dunkelheit.

Wir lernten schnell: Nordlichter zu finden ist eine echte Wissenschaft für sich. Damit die Jagd erfolgreich ist, müssen drei Faktoren zusammenpassen:

 

1.) Dunkelheit: Man muss raus aus dem Licht der Stadt – je finsterer, desto besser.

2.) Klarer Himmel: Die Profis jagen eigentlich keine Lichter, sondern Sterne. Denn nur wer die Sterne sieht, hat freie Sicht auf das Spektakel.

3.) Sonnenaktivität: Das ist der Joker, den man leider nicht beeinflussen kann. Ohne die nötige Sonnenpower bleibt der Himmel dunkel.

An diesem Abend war das Glück leider nur bedingt auf unserer Seite. Die Sonnenaktivität war zu schwach, sodass wir die Nordlichter nur ganz zart wahrnehmen konnten. Aber allein die Jagd ist ein Erlebnis! Dieses Mitfiebern im Bus, das ständige Scannen des Himmels bei klirrender Kälte und die Hoffnung bei jedem Lichtschimmer am Horizont – das ist Adrenalin pur und macht das Abenteuer Norwegen erst so richtig komplett. Um 01:00 Uhr war die Tour zu Ende und wir freuten uns auf unser kuschelig warmes Bett, denn am nächsten Morgen ging es für uns schon wieder auf ins nächste Abenteuer …

Um 01:00 Uhr war die Tour zu Ende und wir freuten uns auf unser kuschelig warmes Bett, denn am nächsten Morgen ging es für uns schon wieder auf ins nächste Abenteuer …

TAG 6: Whale Watching & Übernachtung im Aurora Hut

Frühmorgens mussten wir raus aus den Federn und ab zum Hafen zur Whale Watching Tour (GetYourGuide Werbelink) Mit einem schnellen Katamaran machten wir uns auf den Weg Richtung Skjervøy, was etwa drei Stunden von Tromsø entfernt liegt. In diesem Gebiet tummeln sich riesige Heringsschwärme, die als Buffet für die Wale dienen – und wir hatten dieses Mal das ganz große Los gezogen. Bei bestem Wetter und ruhiger See hatten wir das Glück, fast eine Stunde lang durchgehend Buckelwale und Orcas beobachten zu können.

Es ist absolut spektakulär und fast schon ehrfurchtgebietend, wenn diese majestätischen Meeresbewohner plötzlich auftauchen und vorbeirauschen. Teilweise waren sie richtig nah und manchmal auch etwas weiter entfernt. Darum unbedingt auch ein Fernglas (Amazon Werbelink) einpacken, um keine Sichtung zu verpassen!

Was man bei der ganzen Aufregung aber absolut nicht unterschätzen darf, ist die Kälte. Wenn man längere Zeit draußen an Deck steht und einem der arktische Wind so richtig um die Ohren bläst, wird es wirklich, wirklich, wirklich kalt. Da hilft nur Schichtenlook ohne Ende! Völlig überwältigt von diesen Naturkräften, aber auch ordentlich durchgefroren, machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Tromsø. Die Speicherkarten waren voll und wir brauchten erst einmal einen Moment, um diese Erlebnisse zu verarbeiten. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb allerdings nicht, denn für unsere letzte Nacht wartete noch ein Übernachtungs-Highlight auf uns.

Wer uns ein bisschen kennt, weiß natürlich, dass wir immer mit maximalem Erlebnisfaktor reisen. So gehört auch schon ganz klassisch mindestens eine außergewöhnliche Unterkunft pro Reise dazu. Diesmal fiel – abgesehen von unserer Seeblick-Kabinenübernachtung am Schiff - unsere Wahl auf einen Aurora Hut (booking.com Werbelink) etwas außerhalb von Tromsø. Dieses kleine Glasiglu thront auf einer Erhöhung mit direktem Blick auf das Meer und die Berge.

Der Plan war klar: Gemütlich im warmen Bett liegen und über uns die prachtvollen Nordlichter bestaunen. Aber Pustekuchen! Auch in dieser Nacht hatten wir leider kein Glück. Nach langem Wach bleiben, damit wir nichts verpassen, mussten wir aber irgendwann mal schlafen, denn am nächsten Morgen ging’s für uns ab nach Hause …

TAG 7: Bye Bye Norwegen - Heimreise

Mit 1000 neuen Erinnerungen und fast genauso vielen Fotos im Gepäck ging es frühmorgens los zum Flughafen Tromsø. Über einen Zwischenstopp in Kopenhagen machten wir uns auf den Rückweg Richtung München. Und wie sollte es anders sein? Wer unsere Berichte verfolgt, weiß, dass uns das Schicksal manchmal gerne prüft: Wie schon bei unserer USA-Reise vor ein paar Jahren passierte es uns wieder – Koffer weg!

Auch wenn das im ersten Moment natürlich total ärgerlich ist, konnten wir es dieses Mal entspannt nehmen. Immerhin war es der Rückflug. Und tatsächlich gab es diesmal ein Happy End: Ein paar Tage später schafften es unsere Koffer unversehrt zurück nach Hause. Also: Ende gut, alles gut (-:

See im Winter

Unser FAZIT: Norwegen Reise im Winter

Eines ist klar: Wer in einer Woche das Maximum an Arktis-Feeling sucht, ist auf dieser Route genau richtig! Wir wollten kein langes Herumsitzen, sondern Action – und die haben wir definitiv bekommen. Ob wir nun mit der Havila durch die Fjorde geschifft sind, bei den arktischen Küsten- und Schneewanderungen die Spikes ausgepackt haben oder im Husky-Camp die totale Hundeliebe erfahren haben: Jeder Tag war ein neues Highlight! Norwegen im Winter ist einfach eine Klasse für sich. Die majestätischen Wale aus nächster Nähe zu beobachten, Rentiere zu füttern oder im Zelt den Lagerfeuergeschichten der Samen zu lauschen, sind Momente, die man nicht so schnell vergisst.

Auch wenn die Nordlichter diesmal eher schwach waren und wir im Aurora Hut eine fast schlaflose Nacht beim Warten verbracht haben (-:  für uns war das wieder ein echtes Abenteuer: kompakt, intensiv, unvergesslich!

Wenn du also nicht schon beim Gedanken an - 20 Grad erfrierst oder du nicht gerade ein eingefleischter Sparfuchs bist, dann sollte so eine Reise unbedingt auf deiner Bucket-List stehen (-;

Kosten-Check: Unsere Ausgaben im Überblick

Unser 1-wöchiges Winter Wonderland Norwegen-Abenteuer hat uns insgesamt knapp 2.500 € pro Person gekostet – von Flügen, Unterkünften und Transporten bis hin zu unseren unvergesslichen Aktivitäten. Nicht gerade günstig – aber definitiv jeden Cent wert! Lieber Pleite mit Erinnerungen als Reich mit Langeweile (-:

Hier zeigen wir dir ganz transparent, wofür wir unser Budget ausgegeben haben. Perfekt, um deine eigene Norwegen-Winterreise zu planen und zu sehen, wo du vielleicht noch sparen (oder dir etwas gönnen) kannst (-;

Alle Kosten sind pro Person.

Ausgenommen Transport & Co. + E-Sim sind Gesamtkosten!

See im Winter

Unsere Norwegen Must-Do inklusive unserer Buchungen

Transparenz ist uns wichtig und somit ein kleiner Hinweis: Viele der Links in unseren Empfehlungen sind Affiliate-Links also Werbelinks. Das bedeutet, wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis natürlich nichts! ALLE Links haben wir entsprechend gekennzeichnet.

Wichtig ist uns aber: Wir empfehlen nur, was wir selbst nutzen und lieben. Bei unseren Käufen achten wir immer auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Somit kannst du dir sicher sein, unsere Empfehlungen sind durchdacht, getestet und mit gutem Gewissen.

 

Generell nutzen wir für unsere Flüge oft „booking.com Flights(Werbelink!), für Hotelbuchungen „booking.com (Werbelink!), für den Transport vom Flughafen zur Unterkunft und Retour "GetTransfer" (Werbelink), für weitere Transporte „Uber“ und für Erlebnisbuchungen „GetYourGuide“ (Werbelink!).

Hier unsere Erlebnisse samt Buchungen und Kostenübersicht kompakt im Überblick.

Unsere ultimative Packliste für eine bis zu -30°C Norwegen Reise

Neben dem, was man ohnehin für eine Reise packt, wie Reisepass, Hygieneartikel und Reiseapotheke, ist für eine Winterreise nach Norwegen vor allem die Kleidung das absolute A und O. Schichtsystem ist hier das Zauberwort! Darum gibt’s von uns nun die wichtigste Übersicht für deine Reise und die Antwort auf deine Frage „Was zieh ich an bei eisigen Temperaturen in Norwegen?“

 

​Transparenz ist uns wichtig und somit ein kleiner Hinweis: Viele der Links in unseren Empfehlungen sind Affiliate-Links also Werbelinks. Das bedeutet, wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis natürlich nichts! ALLE Links haben wir entsprechend gekennzeichnet.

1.| Kleidung & Schutz

Kleidung & Schutz

Schicht für Schicht:

  1. Schicht: Thermounterwäsche (Hose + Langarm-Shirt)

  2. Schicht: Fleece oder Daunen als Isolationsschicht

  3. Schicht: Wasser- & Winddichte Jacke + Hose als äußerste Schicht

 

Und natürlich ordentliche Winterschuhe mit ausreichend Platz (denn nur wenn Platz ist, kann Wärme gespeichert werden. Also lieber etwas größer) Dazu Thermosocken, dicke Handschuhe, eine gut gefütterte Mütze und einen warmen Schlauchschal – noch eine Kälteschutzcreme ins Gesicht, fetthaltigen Lippenbalsam drauf und zack, schon ist die Kälte selbst bei Whale Watching oder Nordlicht-Hunting Touren bei massiven Minusgraden auszuhalten.

 

Und wenn es wirklich mal richtig kalt wird in den Händen, können Handwärmer helfen. Aber ACHTUNG: Handwärmer NICHT auf der Husky- oder Rentierfarm verwenden! Giftig!

Hier unser Bekleidungs-Schichtsystem für Outdoor-Aktivitäten bei eisige Temperaturen:

Technik-, Reise- & Outdoor-Gadgets

Technik-, Reise- & Outdoor-Gadgets

Neben Kleidung gibt es noch einige zusätzlich Must-Have und Nice-to-Have für deine perfekte Lappland-Reise im Winter:

See im Winter

Good to Knows für deine Norwegen Reise im Winter

Damit ihr bei eurer eigenen Norwegen Reise im Winter nicht völlig im Dunkeln tappt (wortwörtlich!), kommen hier ein paar Fakten, die wir vor Ort gelernt haben.

​​1.| Dunkelheit in Norwegen: Das Geheimnis der „Polarnacht“

 

Hand aufs Herz: Wenn ihr an einen Urlaub denkt, in dem die Sonne einfach mal für ein paar Wochen „Out of Office“ ist, klingt das erst mal nach einem dezenten Albtraum, oder? Aber das ist es absolut nicht!

Das erste, was man verstehen muss: Die Polarnacht (oder Mørketid, wie die Norweger sagen) ist nicht einfach nur eine extrem lange Nacht. Es ist ein faszinierender Zeitraum, der je nach Breitengrad unterschiedlich lange dauert. In Tromsø zum Beispiel verabschiedet sich die Sonne von Ende November bis Mitte Januar komplett hinter dem Horizont. Sie schafft es einfach nicht mehr nach oben.

Aber was dann passiert, ist magisch: Wenn die Sonne knapp unter dem Horizont bleibt, taucht sie den Himmel für ein paar wenige Stunden in das berühmte „Blue Light“. Dieses arktische Dämmerlicht leuchtet in Blau-, Violett- und zarten Rosatönen, während der Schnee jedes bisschen Restlicht reflektiert.

Die restlichen Stunden ist es tatsächlich stockdunkel aber die Dunkelheit ist hier kein Feind, sondern die perfekte Bühne für die spektakulärsten Nordlichter!

 

2.| Nordlichter in Norwegen

 

Wer eine Winterreise in den hohen Norden bucht, der hat doch insgeheim nur ein Ziel vor Augen – einmal im Leben diese grünen Schleier über dem Himmel tanzen zu sehen! Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich wirklich? Und was sind diese Nordlichter (Aurora Borealis) überhaupt?

Kurz gesagt: Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne (der sogenannte Sonnenwind) mit Highspeed auf die Erdatmosphäre knallen. Dort regen sie die Sauerstoff- und Stickstoffatome zum Leuchten an. Klingt nach Physik-Unterricht, sieht aber in echt aus wie pure Magie!

Die beste Reisezeit für die Jagd in Norwegen ist zwischen September und März, wenn die Nächte lang und dunkel genug sind. Damit eure Chancen bei der Nordlicht-Hunting Tour von „Vielleicht“ auf „Jackpot“ steigen, müssen drei Faktoren zusammenpassen:

#1: Weg von der Lichtverschmutzung: In der Stadt sind die Chancen einfach geringer. Das könnt ihr zum Glück selbst steuern – rein ins Auto oder ab auf die geführte Tour und weg von der Stadt.

#2: Ein klarer Himmel: Wolken sind der natürliche Feind der Nordlichter. Unser Tipp: Wir nennen es nicht Nordlicht-Jagd, sondern Jagd nach den Sternen. Wenn ihr die Sterne funkeln seht, ist der Vorhang offen für die Show! Mit ein bisschen Fahrerei (manchmal bis nach Finnland rüber!) kann man den Wolken oft entkommen.

#3: Die Sonnenaktivität: Das ist der Faktor, bei dem wir leider machtlos sind. Mal spuckt die Sonne mehr Teilchen aus, mal weniger. Es gibt dafür coole Apps (wie „My Aurora Forecast“), die euch die Wahrscheinlichkeit anzeigen. Aber auch die ist manchmal genauso „zuverlässig“ wie die klassischen Wetter-Apps (-: Also nicht gleich verunsichern lassen, wenn die Wahrscheinlichkeit laut App nahe 0 liegt!

Wenn alle 3 Kriterien erfüllt sind und ihr dann da steht, in der klirrenden Kälte, und plötzlich fängt der Himmel an zu glühen... dann ist jeder gefrorene Zeh vergessen! Es ist ein Gänsehaut-Moment, den man nie wieder vergisst. So haben wir es auf unserer Lappland Reise erlebt. Aber auch wenn ihr die Nordlichter nicht seht oder womöglich nur schwach (so wie wir diesmal), so eine Jagd macht schon Spaß: Spannung und Nervenkitzel pur!

 

3.| Kälte in Norwegen

 

Und dann ist da noch die Kälte. Ja, wenn das Thermometer Richtung -20 oder gar -30 °C wandert, gefrieren einem beim Atmen schon mal die Nasenhaare ein – ein sehr spezielles Gefühl (-: Aber die Norweger feiern das Wetter förmlich. Einer unserer Guides hat uns erklärt, dass es für sie kein „drinnen hocken“ gibt. Ihr Geheimnis heißt „Friluftsliv“. Diese Lebenseinstellung besagt, dass das wahre Glück unter freiem Himmel liegt – egal ob es stürmt, schneit oder die Wimpern vereisen. So gilt hier: Lampe auf die Stirn, Spikes an die Schuhe, Schichten über Schichten anziehen und RAUS!

Umso mehr freut man sich dann auf das Gefühl, wenn man nach Stunden in der klirrenden, klaren Arktisluft zurück in die Wärme kommt. Das nennt man in Norwegen „Koselig“. Es ist diese ultimative norwegische Gemütlichkeit – Kerzen, Kaminfeuer und heißer Kakao nach einem echten Outdoor-Abenteuer.

 

4.| Weitere Good to Knows

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  • Bargeld? Nicht nötig! Hier kann alles bequem mit Karte bezahlt werden.

  • Hohes Preisniveau! Norwegen ist nichts für Sparfüchse.

  • In Tromsø ist es im Winter oft spiegelglatt. Spikes für die Schuhe sind hier wirklich hilfreich.

  • Hotel in Tromsø unbedingt im Zentrum oder zumindest in Zentrumsnähe buchen! Die meisten Touren starten und enden hier und das häufig erst spät Abends oder in der Nacht.

  • Leitungswasser ist trinkbar! Leere Flasche einpacken, am Hahn auffüllen und Geld sparen.

  • Alkohol im Supermarkt gibt’s Mo-Fr nur bis 20 Uhr, Sa bis 18 Uhr und So gar nicht.

  • Fast alle Supermärkte haben sonntags zu. Plant euren Proviant rechtzeitig ein!

  • Da Norwegen zum EWR gehört, surft ihr meistens ohne Aufpreis mit eurem heimischen Datentarif.

  • Die Arktis-Luft ist extrem trocken. Packt einen fetthaltigen Balsam ein (ohne Wasseranteil!).

  • Wenn schon Wimperntusche dann, unbedingt wasserfeste Mascara!

Dunkelheit in Norwegen
Nordlichter in Norwgen
Kälte in Norwegen
Weitere Good to Knows

Wir hoffen, dass wir dich mit unserer Begeisterung für dieses Winter Wonderland und all der Highlights, die wir in dieser kurzen Zeit erlebten, ein bisschen anstecken konnten und du nun tip-top gerüstet bist – vor allem mit warmer Kleidung ;-) - um deine eigene spektakuläre Norwegen Kurzreise im Winter zu planen. Wir wünschen dir viel Spaß dabei und freuen uns, wenn du unsere nächsten Abenteuer auf unseren Social-Media-Kanälen mitverfolgst.

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