Australien Outback Tour – Lohnt sich ein Besuch in der roten Wüste?
- Sarah & Chrisi | Bernsteiners on Tour

- 15. Sept. 2025
- 7 Min. Lesezeit
Das australische Outback ist ein Ort der Extreme: endlose rote Wüste, gewaltige Felsen wie Uluru und Kata Tjuta, Temperaturen von über 45 °C und ein Sternenhimmel, der heller leuchtet als irgendwo sonst. Auf mehr als 5,6 Millionen Quadratkilometern – größer als halb Europa – leben nur wenige Menschen, dafür aber Geschichten, Mythen und Naturwunder, die einzigartig sind.
Doch stellt sich die Frage: Lohnt sich eine Australien Outback Tour wirklich – oder ist es nur ein teures Abenteuer in der roten Wüste? Wir haben eine 3-tägige Tour ab Alice Springs gemacht, den Kings Canyon durchwandert, Uluru bei Sonnenaufgang erlebt und unter freiem Himmel geschlafen. Hier teilen wir unsere Erfahrungen, Tipps und ehrliche Meinung.
Inhalt
Unsere 3-tägige Outback Tour – Highlights & Erfahrungen!
Nach einer Übernachtung in Alice Springs, ging’s früh morgens los – Hinein ins Zentrum der roten Wüste und in ein Abenteuer, das wir nie wieder vergessen!
1.| Kings Canyon im Watarrka Nationalpark
Unser erster Halt im Outback war gleich ein ordentliches Highlights: der legendäre Kings Canyon im Watarrka Nationalpark - Quasi Australiens Grand Canyon! Riesige, bis zu 100 Meter hohe Felswände, die im Morgenlicht orange leuchteten.
Wir wanderten den berühmten Rim Walk, der uns rund um den Canyon führte. Der Start war zwar knackig – gleich mal ein steiler Aufstieg, der uns bei 30 °C ordentlich ins Schwitzen brachte – aber danach wurden wir mit spektakulären Ausblicken belohnt. Der Rundweg ist etwa 6 km lang und dauert je nach Tempo 3–4 Stunden.
Besonders beeindruckend fanden wir das „Garden of Eden“ – ein idyllisches Wasserloch umgeben von hartnäckigen Pflanzen, die sich ihren Weg durch die Felsen nach oben kämpften. Kaum zu glauben, dass sich in dieser kargen Landschaft so ein schönes Plätzchen versteckt. Hier hieß es erstmal: Durchatmen, Staunen und Fotos machen.
An dieser Stelle gleich mal der wichtigste Outback-Tipp: Besorg dir unbedingt ein Moskitonetz für den Kopf (Amazon Werbelink). Im Outback sind wahnsinnig viele Fliege und das ist noch untertrieben gesagt. Mit Fliegenschutz schon mancherorts unerträglich, aber ohne kaum vorstellbar! Nicht gerade sexy, aber du wirst es uns danken (-:
2.| Outback-Camping mit Übernachtung im Tipi-Zelt
Nach der Wanderung am Kings Canyon fuhren wir direkt zu unserem Camp nahe dem Ayers Rock – also irgendwo im nirgendwo.
Rund um unser Camp war Wüste und wahrscheinlich auch viele kleine und große Krabbeltiere, die wir zum Glück nicht gesehen haben. Hier verbrachten wir die Nacht in einem abenteuerlichen Tipi-Zelt ohne Schnickschnack und umringt von Stille. Stille, die wir so noch nicht kannten und uns noch schneller zum Einschlafen brachte. Gut so, denn …
3.| Ayers Rock „Uluru“ bei Sonnenaufgang: Wanderung um das heilige Wahrzeichen der Aborigines
Am nächsten Morgen oder eher noch in der Nacht (es war noch stockdunkel) ging unsere Reise dann weiter zum Ayers Rock oder Uluru wie ihn die Einheimischen nennen. Bei Sonnenaufgang machten wir eine Wanderung rund um diesen prachtvollen Felsen. Ein unglaublich schöner Anblick, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Berg erleuchten.
Wir wanderten einmal um den Uluru herum (10 km, ca. 3–4 Stunden) und lauschten dabei den Geschichten unseres Guides über die Aborigines. Besonders faszinierend waren die uralten Felsmalereien, die bis heute von ihrer Kultur erzählen.
Heute ist das Besteigen des Ayers Rock gesetzlich verboten, um den spirituellen Respekt gegenüber den Ureinwohnern zu wahren. Im Mai 2019 wäre es uns aber noch möglich gewesen diese beeindruckende Felsformation zu erklimmen. Aufgrund unseres Guides, der uns erklärte, dass der Berg für die Ureinwohner heilig ist, haben wir jedoch auf den Aufstieg verzichtet.
Überhaupt müssen wir an dieser Stelle unseren Guide über alle Berge loben. Er war immer gut gelaunt, super sympathisch, hat uns nicht nur informative Geschichten erzählt, sondern uns den ganzen Tag ordentlich entertaint. Mit seiner Art machte er die Tour zu einem noch größeren Highlight für uns. Danke!
4.| Kata Tjuta „Olgas“ und Valley of the Winds Walk
Nach Uluru stand noch ein weiteres Naturwunder auf dem Programm: die Kata Tjuta („viele Köpfe“) sind 36 riesige, runde Felsen. Wir wanderten den berühmten Valley of the Winds Walk (ca. 7 km, 3–4 Stunden). Der Name ist Programm: durch enge Schluchten, hoch auf Felsen und vorbei an Ausblicken, die einem immer wieder die Kinnlade runterfallen lassen. Auch die Kata Tjuta sind für die Aborigines ein spiritueller Ort – und man versteht sofort, warum.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir nochmal zum Uluru zurück, diesmal für den Sonnenuntergang. Bei Snacks (inklusive Kängurufleisch zum Probieren) beobachteten wir, wie der Felsen von Orange zu Rot und schließlich fast violett wechselte. Ein Farbenspiel, das man nicht vergisst.
5.| Lagerfeuer, Swag-Übernachtung und Sternenhimmel im australischen Outback
Angekommen im Camp erlebten wir den schönsten Abend unserer Reise. Nachdem wir am Lagerfeuer gegessen hatten und dabei den spannenden Geschichten unseres Guides lauschten, ging er mit uns einen kleinen Spaziergang außerhalb des Camps und zeigte uns eine Aussicht, die wir nie vergessen werden.
Fernab von jeder Lichtverschmutzung erblickten wir tausende leuchtende Sterne. Einen Sternenhimmel den wir noch nie zuvor, und auch bis dato, danach nicht mehr wieder erblickten. Wir konnten alles glasklar mit freiem Auge erkennen: die Milchstraße, den großen Wagen, den kleinen Wagen, die Kassiopeia, und vieles mehr. Dieser Anblick allein, hätte diese Outback-Tour schon zu einem der größten Erlebnisse für uns gemacht.
Aber das Erlebnis ging am selben Abend noch weiter. Denn anders als am Tag zuvor, schliefen wir nicht im Tipi-Zelt, sondern in einem Swag (übergroßer Schlafsack) rund um das Lagerfeuer unter dem wunderschönem Sternenhimmel. Ein himmlisches Spektakel, bei dem man erkennt, dass Erinnerungen tausendmal wichtiger sind als Geld am Konto. Zumindest haben wir uns das so eingeredet :-)
Unser Fazit:
Für uns war die Australien Outback Tour das absolute Highlight unserer Reise – und ja, sie lohnt sich in jeder Hinsicht. Auch wenn die Tour nicht günstig war, ist das Erlebnis unbezahlbar: die Magie von Uluru im Morgenlicht, die spektakulären Felsformationen der Kata Tjuta, die Stille der endlosen Wüste und eine Nacht unter tausenden Sternen.
Ob für Abenteurer, Naturfans oder Australien-Erstbesucher – das Outback ist ein Pflichtprogramm. Wer sich auf Hitze, Staub und ein bisschen Abenteuer einlässt, wird mit Eindrücken belohnt, die man sein Leben lang nicht vergisst.
Kosten & Preise für eine Australien Outback Tour – Unsere Erfahrung!
Natürlich interessiert man sich vor so einem Abenteuer auch für die Kosten – denn eine Australien Outback Tour ist kein Schnäppchen. Wir waren im Mai 2019 unterwegs und haben pro Person folgendes bezahlt:
1.| Inlandsflüge Melbourne – Alice Springs (Hin & Retour): ca. 470,00 €/Person
2.| Outback Tour (3 Tage, 2 Nächte Camping): ca. 580,00 €/Person
3.| Unterkunft in Alice Springs (2 Nächte, vor & nach der Tour): ca. 125,00 €/Person
Macht in Summe: ca. 1.175 € pro Person.
Ja, das war die teuerste Aktivität unserer gesamten Australienreise – aber gleichzeitig auch die, die uns am meisten im Gedächtnis geblieben ist. Jeder einzelne Cent war es wert! Denn wo sonst schläfst du unter der Milchstraße, wanderst durch jahrtausendealte Felsen und stehst morgens vor einem leuchtenden Uluru?
So planst du dein Outback Abenteuer
1.| Inlandsflug buchen
Je nach dem, von wo aus du startest buchst du deinen Inlandsflug nach Alice Springs. Von den großen australischen Städten wie Melbourne, Adelaide, Brisbane, Darwin, Sydney, Cairns oder Perth werden regelmäßig Direktflüge nach Alice Springs und wieder retour angeboten. Flüge buchen wir gerne über die Vergleichsplattform Check24 (Werbelink!)
2.| Unterkunft in Alice Springs buchen
Für die Übernachtung vor der Outback-Tour und wenn du wieder retour kommst, brauchst du für 2 Nächte ein Hotel in Alice Springs. Hier können wir die Unterkunft Stay at Alice Springs Hotel (Booking.com Werbelink) empfehlen. Nicht nur eine tolle Unterkunft mit allem, was man braucht, sondern auch direkter Abholort für die Outback Tour (war für uns ganz wichtig, da sie bereits um 06:00 Uhr morgens startet) und man kann sein Gepäck während der Tour im Hotel aufbewahren lassen. Auch ein wichtiger Punkt, denn zur Tour ist es nicht möglich sein gesamtes Reisegepäck mitzunehmen.
3.| Outback Tour buchen
Bevor wir uns für eine Outback Tour entschieden haben, haben wir lange recherchiert. Unsere Wahl fiel auf die Tour Uluru Kata Tjuta & Kings Canyon 3-Tage 2-Nächte Camping Tour (Werbelink) von GetYourGuide und schwärmen noch heute von der unkomplizierten Organisation und unserem immer gut gelaunten und super sympathischen Guide, der uns mit spannenden informativen Geschichten versorgt hat und uns den Tag über auch ordentlich entertaint hat. Top-Empfehlung!
Beste Reisezeit für eine Australien Outback Tour
Das Outback ist ein Land der Extreme – tagsüber brütend heiß, nachts oft überraschend kalt. Deshalb spielt die Reisezeit eine große Rolle.
Im australischen Sommer (Dezember bis Februar) klettert das Thermometer gerne mal auf über 45 °C – und das macht Wanderungen schnell zur Qual. Auch Gewitter und Regenfälle sind dann häufiger, was Straßen unpassierbar machen kann.
Die beste Zeit also für eine Australien Outback Tour ist von Mai bis September. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehmer: tagsüber warm (20–30 °C) und nachts kühl, aber erträglich.
Praktische Tipps für deine Outback Tour!
Fliegenplage: Im Outback sind wahnsinnig viele Fliegen und das ist noch untertrieben gesagt. Besorg dir also unbedingt einen Hut und einen Fliegenschutz für den Kopf (Amazon Werbelink). Mit Fliegennetz war es mancherorts unerträglich aber ohne kaum vorstellbar. Auch extrastarker Moskitospray schadet nicht.
UV-Strahlung extrem hoch: Unbedingt Sonnenhut, Sonnenbrille und starke Sonnencreme einpacken.
Viel Wasser trinken: Nimm unbedingt eine Trinkflasche für die Wanderungen mit. Es gibt immer wieder Gelegenheiten zum Wasser nachfüllen. Falls du noch keine hast, können wir dir die faltbare 750ml Trinkflasche (Amazon Werbelink) empfehlen. Spart Platz und kann so immer und überall mit.
Kleidung splitten: Tagsüber ist es oft brütend heiß, aber nachts wird es überraschend kalt. Also auch wärmende Schichten für die Nacht einpacken. Tagsüber am besten leichte - im Idealfall - atmungsaktive Kleidung und feste bequeme Schuhe.
Nachts stockdunkel: Also für abendliche Spaziergänge – auch wenn‘s nur der Weg zur Toilette ist - macht es Sinn eine Taschenlampe und/oder Stirnlampe (Amazon Werbelink) einzupacken.
Kein Handyempfang: Ziemlich normal im Outback – genieße die digitale Detox und informiere Freunde/Familie vorher über deinen Plan.
Hitze entlädt Akku schneller: Also Powerbank (Amazon Werbelink) nicht vergessen.
Kamera bereit halten: Morgens und abends sind Farben und Lichtstimmungen im Outback spektakulär – hier bekommst du das legendäre orange-leuchtende Uluru-Foto!

Für unser komplettes Australien Abenteuer mit allen Highlights ganz einfach zum Nachreisen geht’s hier lang: AUSTRALIEN RUNDREISE – Der ultimative Ostküsten-Camper-Roadtrip & Outback-Abenteuer!
Wir hoffen, dass dir unser kleiner Reisebericht samt Tipps geholfen hat, dich FÜR das Outback Abenteuer zu entscheiden. Es lohnt sich garantiert! Und für mehr Tipps, Tricks und Reise-Guides gerne auf Instagram & Co. folgen (-:































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